Essen & Trinken Mallorca – Kulinarische Highlights & Geheimtipps

Pa amb oli, Ensaimada, Wein aus Binissalem und fangfrischer Fisch – entdecken Sie die kulinarische Seele der Insel abseits der Touristenmenüs.

Mallorcas Küche ist weit mehr als Paella und Sangría am Strand. Die Insel hat eine eigenständige kulinarische Identität, die über Jahrhunderte aus spanischen, katalanischen und maurischen Einflüssen gewachsen ist. Hier trifft rustikale Bauernkost auf mediterrane Finesse: Olivenöl aus den Tramuntana-Bergen, Mandeln aus dem Inselinneren, Schweinefleisch von schwarzen mallorquinischen Schweinen und Fisch, der morgens noch im Meer war.

Die Farm-to-Table-Tradition ist auf Mallorca keine Marketingerfindung, sondern gelebte Realität. In den Dörfern des Hinterlandes kochen Familien seit Generationen mit dem, was das Land hergibt. Auf den Märkten stapeln sich Tomàtigues de ramellet (getrocknete Rispentomaten), handgemachte Sobrassada und Käse aus Ziegenmilch. Und in den alten Celler-Restaurants werden Portionen serviert, die selbst den größten Hunger stillen.

In diesem Guide führen wir Sie durch die kulinarischen Highlights Mallorcas – von den typischen Gerichten über die besten Weingüter bis zu den Märkten, auf denen Genießer stundenlang probieren können. Dazu verraten wir Ihnen, wie Sie Essen und Trinken mit einer Cabrio-Tour über die Insel verbinden.

1. Typisch mallorquinische Gerichte

Mallorquinische Tapas mit Oliven, Brot und Olivenöl

Die mallorquinische Küche ist ehrlich und bodenständig. Keine aufwendigen Saucen, keine komplizierten Zubereitungen – stattdessen erstklassige Zutaten, die für sich sprechen. Die folgenden Gerichte gehören zum kulinarischen Pflichtprogramm auf der Insel.

Pa amb oli – das Nationalgericht

Pa amb oli (katalanisch: Brot mit Öl) ist das wohl einfachste und zugleich köstlichste Gericht Mallorcas. Eine Scheibe rustikales Bauernbrot (pa moreno) wird mit einer reifen Tomate eingerieben, großzügig mit nativem Olivenöl beträufelt und mit Meersalz gewürzt. Dazu kommen nach Belieben Serrano-Schinken, Käse, Oliven oder die berühmte Sobrassada – eine streichfähige Paprikawurst vom schwarzen Schwein. Was so simpel klingt, ist in der Praxis eine Offenbarung: die Qualität des Olivenöls, die Süße der sonnenreifen Tomaten und das kernige Brot ergeben zusammen ein Geschmackserlebnis, das viele Besucher nie vergessen.

Pa amb oli ist kein Restaurant-Gericht – es ist das, was Mallorquiner abends zu Hause essen, was auf jeder Finca serviert wird und was in jeder Bar als Tapa bestellt werden kann. Das Schöne daran: Es kostet fast nichts und schmeckt an einem warmen Sommerabend auf einer Terrasse mit Blick aufs Meer besser als jedes Fünf-Gänge-Menü.

Tumbet – das Gemüse-Meisterwerk

Tumbet ist das vegetarische Aushängeschild der mallorquinischen Küche. Schicht für Schicht werden frittierte Kartoffelscheiben, gebratene Auberginen und rote Paprika in einer Auflaufform gestapelt und mit einer intensiven Tomatensauce übergossen. Das Ergebnis erinnert an eine mediterrane Ratatouille, ist aber eigenständiger und kräftiger im Geschmack. Tumbet wird entweder als Beilage zu Fleisch oder Fisch serviert oder als eigenständiges vegetarisches Gericht – perfekt für heiße Sommertage, an denen man etwas Leichtes, aber Sättigendes möchte.

Frit mallorquí – nichts für schwache Nerven

Der Frit mallorquí ist ein deftiges Pfannengericht aus Innereien (Leber, Lunge, Blutwurst) mit Kartoffeln, Paprika, Fenchel und Frühlingszwiebeln. Was zunächst abschreckend klingt, ist in der Realität ein unglaublich aromatisches Gericht – würzig, leicht bitter, mit einem Hauch von Fenchel. Es gibt auch eine Version mit Meeresfrüchten (Frit de marisc) für alle, die bei Innereien zögern. Der Frit ist ein echter Prüfstein: Wer ihn liebt, hat die mallorquinische Küche verstanden.

Arròs brut – der „schmutzige Reis"

Arròs brut bedeutet wörtlich „schmutziger Reis" – benannt nach der trüben Brühe, in der das Reisgericht schwimmt. Anders als bei der Paella wird der Reis hier nicht trocken gegart, sondern in einem reichhaltigen Eintopf mit Hühnchen, Schweinefleisch, Kaninchen, Sobrassada, Erbsen und verschiedenen Pilzen gekocht. Gewürzt wird mit Safran, Zimt und Pfeffer – eine ungewöhnliche Kombination, die diesem Gericht seinen einzigartigen Charakter gibt. Arròs brut ist ein typisches Wintergericht, das Sie aber in traditionellen Restaurants ganzjährig finden.

Weitere Klassiker

Llom amb col – Schweinelende in Kohlblätter gewickelt und in einer Sauce aus Tomaten, Pinienkernen und Rosinen geschmort. Ein perfektes Beispiel für den maurischen Einfluss in der mallorquinischen Küche, der sich in der Kombination von herzhaft und süß zeigt.

Sopas mallorquines – trotz des Namens keine Suppe im klassischen Sinne, sondern eine dicke Gemüsebrühe aus Kohl, Blumenkohl, Artischocken und Tomaten, die über hauchdünne Brotscheiben gegossen wird. Das Brot saugt die Flüssigkeit auf und wird zu einer Art herzhaftem Pudding. Ein Arme-Leute-Essen, das zum Soulfood der Insel geworden ist.

🍽️ Tipp: Die authentischsten mallorquinischen Gerichte finden Sie nicht in den Touristenrestaurants an der Küste, sondern in den kleinen Dorfkneipen und Celler-Restaurants im Landesinneren – in Inca, Sineu, Petra oder Algaida.

2. Meeresfrüchte & Fischgerichte

Paella mit Meeresfrüchten und frischem Fisch auf Mallorca

Als Mittelmeerinsel hat Mallorca naturgemäß eine reiche Fischtradition. In den Fischerhäfen Port de Sóller, Cala Figuera, Porto Cristo und Cala Ratjada fahren die Boote noch täglich hinaus und liefern den Fang direkt an die Restaurants am Hafen. Frischer geht es nicht.

Caldereta de langosta – die Königin der Fischsuppen

Die Caldereta de langosta ist der unbestrittene Star unter Mallorcas Fischgerichten: ein üppiger Hummereintopf, langsam gekocht mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und einem Hauch Brandy. Traditionell stammt das Gericht aus Fornells auf Menorca, aber auch auf Mallorca wird es in erstklassiger Qualität zubereitet – besonders in den Restaurants von Cala Figuera und Port de Sóller. Rechnen Sie mit Preisen zwischen 60 und 90 EUR für zwei Personen – es lohnt sich jedes Mal.

Sepia a la plancha – mediterrane Einfachheit

Sepia a la plancha – gegrillter Tintenfisch – ist ein Gericht, bei dem die Qualität des Produkts alles entscheidet. Auf der heißen Plancha wird die Sepia mit nichts als Olivenöl, Knoblauch, Petersilie und Meersalz zubereitet. Das Ergebnis ist zart, leicht rauchig und unwiderstehlich. Fast jedes Küstenrestaurant hat es auf der Karte, aber die besten Versionen bekommen Sie dort, wo der Tintenfisch noch am selben Morgen gefangen wurde.

Rap a la mallorquina – Seeteufel nach Inselart

Der Rap a la mallorquina (Seeteufel auf mallorquinische Art) wird im Ofen gegart auf einem Bett aus Kartoffeln, Tomaten und Zwiebeln, übergossen mit einer Sauce aus Olivenöl, Weißwein und Mandeln. Seeteufel ist auf Mallorca ein besonders beliebter Fisch wegen seines festen, fast fleischähnlichen Fleisches. In gehobenen Restaurants wird er auch mit einer Mandelkruste und Safransauce serviert – ein Fest für den Gaumen.

Wo Sie den besten Fisch finden

Die Faustregel ist einfach: Je kleiner der Hafen, desto besser der Fisch. In Cala Figuera sitzen Sie direkt über dem Wasser und schauen den Fischern beim Netzeflicken zu, während Ihr Fisch gegrillt wird. In Port de Sóller reihen sich die Fischrestaurants entlang der hufeisenförmigen Bucht. In Porto Cristo kombinieren Sie den Fischgenuss mit einem Besuch der Drachenhöhlen. Und wer nach Cala Deià hinunterfährt, findet im Ca's Patró March eines der romantischsten Fischrestaurants der Insel – auf Felsen über dem Meer gebaut.

🐟 Insider-Tipp: Bestellen Sie in Fischrestaurants den „peix del dia" (Tagesfisch). Er wird Ihnen oft roh am Tisch gezeigt – Größe und Preis nach Gewicht. Gegrillter Tagesfisch mit Zitrone und Olivenöl ist fast immer die beste Wahl.

Kulinarische Cabrio-Tour über die Insel

Von Weingut zu Fischrestaurant, von Markt zu Olivenöl-Finca – mit dem Cabrio wird die Fahrt selbst zum Genuss.

Jetzt Cabrio reservieren →

3. Süße Spezialitäten

Ensaimada – das traditionelle spiralförmige Gebäck Mallorcas

Mallorcas süße Seite ist mindestens genauso verlockend wie die herzhafte. Die Backstuben der Insel produzieren seit Jahrhunderten Gebäck und Kuchen, die es in dieser Form nirgendwo sonst gibt. Allen voran steht ein Gebäck, das zum Symbol der Insel geworden ist.

Ensaimada – das Wahrzeichen zum Frühstück

Die Ensaimada ist DAS Gebäck Mallorcas – eine spiralförmig aufgerollte, fluffige Teigspirale aus Mehl, Eiern, Zucker und saïm (Schweineschmalz). Der Name leitet sich genau von diesem Schweineschmalz ab, das dem Gebäck seine einzigartige, zarte Textur verleiht. Eine frische Ensaimada ist außen leicht knusprig und innen so luftig, dass sie beim Anfassen fast zu zerfallen scheint.

Es gibt die Ensaimada in unzähligen Varianten: pur (schlicht mit Puderzucker), gefüllt mit Sahne (nata), Aprikosenkonfitüre, Kürbiskonfitüre (cabello de ángel), Sobrassada (ja, die Paprikawurst – die Kombination aus süß und würzig ist genial) oder Schokolade. In Konditoreien gibt es sogar riesige Ensaimadas von über einem Meter Durchmesser als Mitbringsel, verpackt in den typischen achteckigen Kartons.

Die berühmteste Adresse für Ensaimadas ist das Ca'n Joan de S'Aigo in Palma – das älteste Café der Stadt, gegründet im Jahr 1700. Hier trinken Mallorquiner seit über drei Jahrhunderten ihre heiße Schokolade (xocolata) und tauchen die frische Ensaimada hinein. Die Einrichtung ist wunderbar altmodisch, mit gekachelten Wänden und Marmortischen. Bestellen Sie die Ensaimada amb tallades (mit Kürbiskonfitüre) – die Spezialität des Hauses.

Coca de patata – süße Versuchung aus Valldemossa

Die Coca de patata ist ein weiches, süßes Gebäck aus Kartoffelteig, das seinen Ursprung in Valldemossa hat und dort in jeder Bäckerei angeboten wird. Der Kartoffelanteil macht den Teig unglaublich saftig und zart. Die Coca de patata wird traditionell zum Frühstück gegessen, gerne mit einem Café con leche. In Valldemossa ist der Besuch einer Panadería für eine frische Coca de patata genauso Pflichtprogramm wie die Besichtigung der Kartause.

Gató d'ametlla – der Mandelkuchen

Der Gató d'ametlla ist ein saftiger Mandelkuchen ohne Mehl – nur gemahlene Mandeln, Eier, Zucker und Zitrone. Er wird lauwarm serviert, traditionell mit einer Kugel Mandeleis (gelat d'ametlla) – die Kombination aus warmem Kuchen und kaltem Eis ist himmlisch. Mandeln sind seit der Maurenzeit ein Grundnahrungsmittel auf Mallorca, und im Februar verwandeln die blühenden Mandelbäume das Inselinnere in ein weißrosa Blütenmeer.

Cuarto – der unterschätzte Klassiker

Der Cuarto (auch quarto) ist ein schlichter Rührkuchen, der in fast jeder Bäckerei und jedem Supermarkt Mallorcas erhältlich ist. Lockerer Bisquitteig, leicht süß, manchmal mit Zitrone aromatisiert – nichts Spektakuläres auf den ersten Blick. Aber genau das ist sein Charme: Er ist der alltägliche Begleiter zum Kaffee, den jede mallorquinische Familie kennt und liebt. Probieren Sie ihn zum Nachmittagskaffee in einer Dorfbar – so wie es die Einheimischen tun.

🥐 Frühstückstipp: Das typisch mallorquinische Frühstück besteht aus einer Ensaimada oder Coca de patata mit einem Café con leche. Kein Müsli, kein Orangensaft – nur Gebäck und Kaffee. Und das ist genau richtig so.

4. Wein & Getränke

Weingut auf Mallorca mit Weinreben und Weinfässern

Mallorcas Weinszene hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine beeindruckende Renaissance erlebt. Wo früher einfacher Landwein in Fässern verkauft wurde, produzieren heute über 70 Bodegas Weine von internationaler Qualität. Aber auch jenseits des Weins hat die Insel einige unverwechselbare Getränke zu bieten.

DO Binissalem – das Herz des mallorquinischen Weins

Die Denominación de Origen Binissalem ist das älteste und bekannteste Weinanbaugebiet Mallorcas. In der fruchtbaren Ebene zwischen Binissalem und Santa Maria del Camí wachsen die einheimischen Rebsorten, die den mallorquinischen Weinen ihren unverwechselbaren Charakter geben:

Manto Negro – die rote Hauptrebsorte Mallorcas, die samtweiche, fruchtige Rotweine mit Noten von dunklen Kirschen, Brombeeren und einem Hauch von Gewürzen hervorbringt. Die besten Exemplare können es mit festländischen Reservas aufnehmen.

Prensal Blanc (auch Moll genannt) – die weiße Leitrebsorte, die frische, aromatische Weißweine mit blumigem Bouquet und einer angenehmen Säure ergibt. Perfekt gekühlt zum Fisch.

Die bekanntesten Weingüter der Region sind José L. Ferrer (seit 1931, das Flaggschiff des mallorquinischen Weins), Macià Batle (moderne Weine mit Designflaschen, die zu Kunstobjekten geworden sind) und Biniagual (ein charmantes Weingut in einem komplett restaurierten Dorf). Alle bieten Weinproben an – am besten vorab reservieren.

DO Pla i Llevant – Aufsteigerregion im Osten

Das zweite geschützte Anbaugebiet DO Pla i Llevant umfasst die östliche Hälfte der Insel und hat sich in den letzten Jahren zu einem Hotspot für experimentierfreudige Winzer entwickelt. Hier werden neben den einheimischen Sorten auch internationale Trauben wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah angebaut, oft als Cuvée mit lokalen Rebsorten. Das Ergebnis sind moderne, ausdrucksstarke Weine, die bei internationalen Verkostungen regelmäßig Medaillen einheimsen.

Hierbas – der Kräuterlikör

Hierbas (oder Herbes) ist DER mallorquinische Digestif – ein Kräuterlikör, der aus Anis und einer Mischung aus bis zu 30 verschiedenen Wildkräutern destilliert wird: Kamille, Rosmarin, Fenchel, Zitronenmelisse, Minze und viele mehr. Es gibt drei Varianten: dolces (süß), mesclades (halbtrocken) und seques (trocken/herb). Die süße Version ist am beliebtesten und wird eiskalt nach dem Essen serviert. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept, und auf vielen Fincas wird Hierbas noch selbst angesetzt.

Palo – der dunkle Aperitif

Palo ist ein dunkelbrauner, leicht bitterer Likör aus Johannisbrot (garrofa) und Enzianwurzel, der nur auf Mallorca hergestellt wird. Er wird als Aperitif getrunken – pur auf Eis oder mit Soda gemischt (dann heißt er Palo amb sifón). Der Geschmack erinnert entfernt an Jägermeister, ist aber weniger süß und hat eine herb-holzige Note. Wer Mallorca als Einheimischer erleben will, bestellt einen Palo in einer Dorfbar – die Blicke der Barkeeper sind Gold wert.

Gin de Mallorca & Kaffeekultur

Obwohl der berühmte Xoriguer-Gin von Menorca stammt, hat Mallorca seine eigene Gin-Tradition entwickelt. Mehrere kleine Destillerien produzieren inzwischen handwerklichen Gin mit mallorquinischen Botanicals – Orangenblüten, Rosmarin, Wacholder von der Tramuntana. Als Gin amb llimonada (Gin mit Zitronenlimonade) ist er das Sommergetränk schlechthin.

Die Kaffeekultur auf Mallorca ist zutiefst spanisch: Ein Café con leche zum Frühstück, ein Cortado (Espresso mit einem Schluck Milch) am Nachmittag und ein Carajillo (Espresso mit Brandy oder Hierbas) nach dem Essen. Kaffeetrinken ist auf Mallorca kein To-go-Erlebnis – man setzt sich, nimmt sich Zeit und schaut dem Leben auf der Plaça zu.

🍷 Weintipp: Die Weinstraße von Binissalem nach Santa Maria del Camí ist im Cabrio ein Genuss – Weinberge links und rechts, dazwischen historische Fincas. Planen Sie mindestens zwei Bodegas ein und lassen Sie den Fahrer nüchtern (oder buchen Sie einen Fahrservice).

Weinroute im Cabrio – Genuss auf vier Rädern

Vollkasko inklusive · unbegrenzte Kilometer · Abholung am Flughafen · kein Stress

Cabrio ab 40 EUR/Tag →

5. Die Celler-Restaurants – Essen wie bei Großmutter

Die Celler sind eine kulinarische Institution, die es nur auf Mallorca gibt: ehemalige Weinkeller (celler = Keller), die im Laufe der Jahrhunderte zu Restaurants umfunktioniert wurden. Dicke Steinmauern, riesige Holzfässer an den Wänden, gewölbte Decken und Terrakottaböden – das Ambiente allein ist den Besuch wert.

Was auf den Tisch kommt, ist mallorquinische Hausmannskost in XXL-Portionen: Spanferkel aus dem Holzofen (porcella), Lammkeule (espatla de xot), Tumbet, Frit mallorquí, Arròs brut und hausgemachte Sobrassada. Die Preise sind erstaunlich moderat – ein komplettes Essen mit Wein und Dessert kommt selten über 25 EUR pro Person. Das liegt daran, dass Celler traditionell die Restaurants der einfachen Leute waren, nicht der Touristen.

Die besten Celler auf Mallorca

Celler Ca'n Amer in Inca – der berühmteste Celler der Insel, seit 1860 in Betrieb. Die riesigen Portionen sind legendär, die Weinkarte überraschend gut. Donnerstags ist Markttag in Inca – die perfekte Kombination. Reservierung dringend empfohlen.

Celler Sa Premsa in Palma – der einzige authentische Celler in der Hauptstadt, versteckt in einer Seitenstraße nahe der Plaça d'Espanya. Riesige Fässer, rustikale Tische und eine Karte, die sich seit Jahrzehnten kaum verändert hat. Ein Ort, an dem die Zeit stehengeblieben ist.

Weitere Celler finden Sie in Sineu (Celler de Sineu, donnerstags mit dem berühmten Wochenmarkt), Petra (Celler Es Celler), Algaida (Cal Dimoni, berühmt für Spanferkel) und Sa Pobla. Alle liegen im Inselinneren, abseits der Touristenrouten – ein Grund mehr, sich ein Cabrio zu mieten und die Insel auf eigene Faust zu erkunden.

📋 Bestell-Tipp: In Celler-Restaurants wird keine Menükarte im klassischen Sinne gereicht – oft hängt die Tageskarte an einer Tafel an der Wand. Bestellen Sie das, was die Einheimischen am Nebentisch essen. Und kalkulieren Sie die Portionsgrößen: Eine Vorspeise und ein Hauptgericht reichen fast immer für zwei Personen.

6. Märkte als kulinarisches Erlebnis

Mallorcas Märkte sind weit mehr als Einkaufsplätze – sie sind kulinarische Erlebniswelten, in denen Sie die Aromen der Insel schmecken, riechen und probieren können. Während die Wochenmärkte in den Dörfern auch Kleidung und Kunsthandwerk anbieten, konzentrieren wir uns hier auf die Märkte, die für Genießer besonders lohnend sind.

Was Sie auf den Märkten probieren und kaufen sollten

Sobrassada – die streichfähige Paprikawurst vom schwarzen Schwein (Porc Negre) ist das kulinarische Aushängeschild Mallorcas. Die beste Qualität erkennen Sie am Siegel Sobrassada de Mallorca de Porc Negre mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Es gibt sie in verschiedenen Reifegraden und Schärfen – probieren Sie sich durch!

Käse – mallorquinischer Käse ist weniger bekannt als der Mahón-Käse von Menorca, aber die handwerklichen Ziegenkäse und Schafskäse von kleinen Fincas sind hervorragend. Fragen Sie nach formatge artesà (handwerklicher Käse) – auf den Märkten finden Sie Produzenten, die direkt von der Farm verkaufen.

Oliven – Mallorca ist Olivenland. Die Sorte mallorquina ist groß, fleischig und mild. Sie bekommen sie eingelegt mit Knoblauch und Kräutern, gefüllt mit Paprika oder Sardellen, oder als einfache olives trencades (angeknackste Oliven in Salzlake). Ein Glas mallorquinische Oliven ist das perfekte Mitbringsel.

Mandeln – gebrannte Mandeln, Mandelöl, Mandelmehl, Mandelmilch, Mandelkuchen, Mandelturrón – auf Mallorca dreht sich vieles um die Mandel. Die besten Mandeln kommen aus der Region um Bunyola und Santa Maria.

Mercat de l'Olivar – Palmas große Markthalle

Der Mercat de l'Olivar ist die größte überdachte Markthalle Palmas und ein Paradies für Feinschmecker. Auf über 6.000 Quadratmetern reihen sich Fischstände mit glänzendem Tagesfang neben Fleischtheken mit hängenden Sobrassada-Würsten, Gemüsestände mit berghohen Tomaten neben Käsetheken mit Probierportionen. Besonders spannend: die Bars im Inneren der Markthalle, an denen Sie Austern schlürfen, Tapas essen oder frischen Fisch direkt vom Stand zubereiten lassen können.

Mercat de Santa Catalina – der Trendmarkt

Der Mercat de Santa Catalina im gleichnamigen Trendviertel Palmas ist kleiner und hipper als der Olivar-Markt. Hier treffen sich junge Mallorquiner und zugezogene Ausländer zum Brunch, zu einem Glas Wein an der Marktbar oder zu frischem Saft am Stand. Die Atmosphäre ist entspannt und kosmopolitisch. Um den Markt herum hat sich eine lebhafte Gastro-Szene mit Tapas-Bars, Weinbars und internationalen Restaurants entwickelt – Santa Catalina ist das kulinarische Herz des modernen Palma.

🕐 Marktzeiten: Beide Märkte in Palma sind montags bis samstags von ca. 7:00 bis 15:00 Uhr geöffnet (der Olivar-Markt auch freitags und samstags bis 17:00 Uhr). Kommen Sie vor 10 Uhr für die beste Auswahl – oder gegen 13:00 Uhr, wenn die Tapas-Bars am lebhaftesten sind.

7. Kulinarische Ausflüge mit dem Cabrio

Mallorcas kulinarische Highlights sind über die ganze Insel verteilt – und genau das macht den Reiz aus. Eine kulinarische Cabrio-Tour verbindet Genuss mit den schönsten Straßen der Insel. Hier sind unsere drei Lieblingsrouten für Feinschmecker:

Weinroute: Binissalem – Santa Maria del Camí

Von Palma fahren Sie über die MA-13A nach Binissalem (ca. 25 Minuten). Links und rechts der Straße erstrecken sich Weinberge, im Hintergrund die Berge der Tramuntana. Erster Stopp: Bodega José L. Ferrer für eine Weinprobe (ab 12 EUR, Reservierung empfohlen). Weiter nach Santa Maria del Camí zur Bodega Macià Batle, wo Sie Wein mit Blick auf moderne Kunstinstallationen probieren. Mittagessen im Celler Sa Sini in Santa Maria – rustikale Küche zu fairen Preisen. Zurück über Landstraßen durch das mallorquinische Hinterland, Orangenhaine und Mandelbäume inklusive.

Olivenöl-Tour: Tramuntana

Die Serra de Tramuntana ist das Olivenölland Mallorcas. Fahren Sie von Valldemossa nach Son Moragues – eine historische Finca mit jahrhundertealten Olivenbäumen, die hochwertiges natives Olivenöl extra produziert. Die Verkostung mit Blick auf die Tramuntana-Gipfel ist unvergesslich. Weiter über die spektakuläre Küstenstraße nach Deià, Mittagessen im Ca's Patró March in der Cala Deià (Fisch direkt über dem Meer), und nachmittags nach Sóller für einen Orangensaft auf der Plaça Constitució.

Fisch & Finca: Ostküste

Starten Sie in Manacor und fahren Sie nach Porto Cristo für einen frischen Fisch am Hafen. Nach dem Mittagessen weiter nach Cala Figuera – der pittoreskste Fischerhafen der Insel. Auf dem Rückweg Stopp bei der Bodega Miquel Oliver in Petra (DO Pla i Llevant) für eine Weinprobe. Die Straßen im Osten sind weniger kurvig als in der Tramuntana, aber ebenso schön – mit sanften Hügeln, Steinmauern und endloser Weite.

Ihr kulinarisches Cabrio-Abenteuer wartet

Weingüter, Fischerhäfen und Bergdörfer – mit dem Cabrio schmecken Sie Mallorca mit allen Sinnen.

Cabrio ab 40 EUR/Tag buchen →

8. Praktische Tipps für Genießer

🕐 Essenszeiten

Mittagessen: 13:30 – 15:30 Uhr
Abendessen: 20:00 – 22:00+ Uhr
Restaurants öffnen abends oft erst um 19:30 Uhr. Wer vor 20 Uhr kommt, sitzt unter Touristen – das ist nicht schlimm, aber das echte Erlebnis beginnt später.

💰 Menú del día

Das Tagesmenü ist der beste Deal auf der Insel: Vorspeise, Hauptgang, Dessert plus Getränk (Wein, Wasser oder Bier) für 12–18 EUR. Gibt es in fast jedem Restaurant mittags. Fragen Sie nach dem „menú" – oft nicht auf der Karte, aber immer verfügbar.

💳 Trinkgeld

Trinkgeld ist in Spanien nicht obligatorisch, aber willkommen. In Restaurants sind 5–10 % üblich, in Bars reicht es, die Münzen liegenzulassen. In gehobenen Restaurants werden 10 % erwartet. Achten Sie darauf, ob Trinkgeld per Karte möglich ist – oft wird es nur in bar akzeptiert.

📱 Reservierungen

In der Hochsaison (Juni–September) sind Reservierungen in beliebten Restaurants unbedingt empfehlenswert – besonders abends und an Wochenenden. Viele Restaurants akzeptieren Reservierungen per WhatsApp oder über Google Maps. Für Celler-Restaurants und Fischrestaurants am Hafen: mindestens einen Tag vorher buchen.

🚗 Cabrio-Tipp: Wenn Sie eine kulinarische Tour planen, starten Sie immer im Inselinneren und arbeiten sich zur Küste vor. So essen Sie mittags in einem günstigen Celler und abends in einem Fischrestaurant am Meer – Verdauungsspaziergang am Hafen inklusive.

Häufig gestellte Fragen zu Essen & Trinken auf Mallorca

Die mallorquinische Küche ist eine Mischung aus spanischen, katalanischen und maurischen Einflüssen. Typische Gerichte sind Pa amb oli (Brot mit Olivenöl und Tomate), Tumbet (geschichtetes Gemüsegericht), Frit mallorquí (gebratene Innereien mit Gemüse), Arròs brut (würziger Reiseintopf) und Sopas mallorquines (Gemüsesuppe mit Brotscheiben). Grundpfeiler der Küche sind Olivenöl, Mandeln, Schweinefleisch und frischer Fisch.

Die Ensaimada ist DAS Gebäck Mallorcas – spiralförmig aufgerollt, luftig und zart. Der Teig wird mit saïm (Schweineschmalz) hergestellt, das dem Gebäck seinen Namen und seine einzigartige Textur verleiht. Es gibt sie pur oder gefüllt mit Sahne, Aprikose, Kürbiskonfitüre, Sobrassada oder Schokolade. Die beste Adresse ist das Ca'n Joan de S'Aigo in Palma – seit 1700.

Die besten Fischrestaurants finden Sie in den kleinen Fischerhäfen: Port de Sóller, Cala Figuera, Porto Cristo und Cala Deià. In Palma ist der Mercat de l'Olivar ideal für fangfrischen Fisch. Bestellen Sie immer den peix del dia (Tagesfisch) – gegrillt mit Olivenöl und Zitrone ist er fast immer die beste Wahl.

Ja, und zwar hervorragenden! Mallorca hat zwei geschützte Anbaugebiete: DO Binissalem und DO Pla i Llevant. Über 70 Bodegas produzieren Weine aus einheimischen Rebsorten wie Manto Negro (rot) und Prensal Blanc (weiß). Top-Weingüter wie José L. Ferrer, Macià Batle und Biniagual bieten Weinproben an – perfekt mit einer Cabrio-Tour zu kombinieren.

Celler sind ehemalige Weinkeller, die zu traditionellen Restaurants umgebaut wurden. Sie bieten riesige Portionen mallorquinischer Hausmannskost zu fairen Preisen in einem urigen Ambiente mit Holzfässern und Gewölbedecken. Die bekanntesten sind Celler Ca'n Amer in Inca und Celler Sa Premsa in Palma. Weitere finden Sie in Sineu, Petra und Algaida.

Deutlich später als in Mitteleuropa: Das Mittagessen wird zwischen 13:30 und 15:30 Uhr serviert, das Abendessen beginnt selten vor 20:00 Uhr – im Sommer oft erst gegen 21:00 oder 22:00 Uhr. Viele Restaurants öffnen abends erst um 19:30 Uhr. Vor 20 Uhr sitzen in der Regel nur Touristen im Restaurant.

Die Preise variieren stark. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet das Menú del día (Tagesmenü): Vorspeise, Hauptgang, Dessert und Getränk für 12–18 EUR. Ein Abendessen à la carte liegt bei 20–35 EUR pro Person. In gehobenen Restaurants oder an touristischen Hotspots kann es deutlich teurer werden. Tapas-Bars bieten Gerichte ab 5–8 EUR.

Die zwei besten Foodie-Märkte in Palma sind der Mercat de l'Olivar (der größte überdachte Markt mit Fisch-, Fleisch- und Gemüseständen plus Bars zum Essen vor Ort) und der Mercat de Santa Catalina im gleichnamigen Trendviertel (kleiner, aber hipper – ideal für Tapas und frischen Saft). Beide sind montags bis samstags bis ca. 15:00 Uhr geöffnet.

Fazit: Mallorca schmeckt nach Sonne, Meer und Tradition

Die mallorquinische Küche ist ein Spiegel der Insel selbst: vielfältig, ehrlich und voller Überraschungen. Vom simplen Pa amb oli in einer Dorfbar bis zum Hummereintopf in einem Fischrestaurant am Meer, von der jahrhundertealten Ensaimada bis zum modernen Wein aus Binissalem – hier finden Genießer ein kulinarisches Spektrum, das weit über die üblichen Touristenmenüs hinausgeht.

Das Schönste daran: Mallorcas kulinarische Highlights sind über die ganze Insel verstreut. Ein Celler im Herzen von Inca, ein Weingut zwischen Binissalem und Santa Maria, eine Olivenöl-Finca in der Tramuntana, ein Fischrestaurant in einem winzigen Fischerhafen – um all das zu erleben, brauchen Sie ein Auto. Und mit einem Cabrio von Cabriomallorca.com wird schon die Fahrt zwischen den Genuss-Stopps zum kulinarischen Erlebnis – mit Mandel- und Orangenduft in der Nase und der mallorquinischen Sonne auf der Haut.

Bereit für Ihr kulinarisches Mallorca-Abenteuer? Bei Cabriomallorca.com finden Sie Ihr Traumcabrio – ab 40 EUR/Tag, ohne Kaution, mit Vollkasko und Flughafen-Service.